# Kapitel 9 – Lieferantenabrechnung (Supplier Usage Data)

## Ziel dieses Kapitels

Neben der Kundenabrechnung unterstützt die ERPNext-Lösung auch die automatisierte Abrechnung gegenüber den Betreibern der Ladeinfrastruktur beziehungsweise den Lieferanten.

Während **Customer Usage Data** alle abrechnungsrelevanten Ladevorgänge aus Kundensicht zusammenfasst, aggregiert **Supplier Usage Data** dieselben Ladevorgänge aus Sicht des jeweiligen Lieferanten.

Der Supplier Usage Data Doctype bildet damit die Grundlage für die spätere Lieferantenabrechnung und stellt sicher, dass Betreiber entsprechend der vertraglichen Vereinbarungen vergütet werden.

Historisch lief das als <span class="sand-dj266r sand-at24cr sand-xzm5a7">Gutschrift</span> (Sales Invoice Credit Note). Ziel ist die Nutzung der <span class="sand-dj266r sand-at24cr sand-xzm5a7">Purchase Invoice mit dem </span>Druckformat <span class="sand-dj266r sand-at24cr sand-xzm5a7">BCH Einkaufsrechnung mit </span>Anhang <span class="sand-dj266r sand-at24cr sand-xzm5a7">Supplier Usage Detail BCH Einkaufsrechnung. </span>

## 9.1 Fachlicher Hintergrund

Bei jedem Ladevorgang entstehen grundsätzlich zwei kaufmännische Betrachtungsweisen:

- die Kundenabrechnung, bei der dem Kunden die Nutzung der Ladeinfrastruktur in Rechnung gestellt wird,
- und die Lieferantenabrechnung, bei der der Betreiber beziehungsweise Lieferant für die bereitgestellte Leistung vergütet wird.

Diese beiden Prozesse basieren auf denselben Gridware Usages, werden jedoch unabhängig voneinander verarbeitet.

Der Supplier Usage Data Doctype bündelt hierfür sämtliche abrechnungsrelevanten Ladevorgänge eines Lieferanten innerhalb einer Billing Period.

## 9.2 Schritt für Schritt 

1. Öffne die becharged settings
2. Klicke auf den Button "Supplier Usage Data"
3. Filtere nach Abrechnungszeitraum und Lieferant
4. Zusammenfassung aller Transaktionen aus allen Verträgen wird für den Lieferanten erstellt in Form von Supplier Usage Data
5. Klicke auf den Button "Create Purchase Invoice"
6. Rechnung mit den Summen pro Vertrag wird erstellt
7. Im Druckformat befindet sich die Rechnung sowie der Anhang mit Transaktionen kategorisiert pro Vertrag

[![Supplier Usage Data.gif](https://becharged.phamos.eu/uploads/images/gallery/2026-08/supplier-usage-data.gif)](https://becharged.phamos.eu/uploads/images/gallery/2026-08/supplier-usage-data.gif)

### Dienstwagen-Ausnahmefall:

<p class="callout warning">Datensätze werden mit dem Hinweis "is reimbursement" markiert und werden gesondert von anderen Lieferanten Transaktionen ausgewiesen. </p>

[![Supplier Usage Data - reimbursement .gif](https://becharged.phamos.eu/uploads/images/gallery/2026-08/supplier-usage-data-reimbursement.gif)](https://becharged.phamos.eu/uploads/images/gallery/2026-08/supplier-usage-data-reimbursement.gif)

## 9.3 Warum wurde Supplier Usage Data entwickelt?

Die Lieferantenabrechnung unterscheidet sich fachlich von der Kundenabrechnung.

Ein Lieferant kann:

- mehrere Verträge besitzen,
- mehrere Ladepunkte betreiben,
- Ladevorgänge für unterschiedliche Kunden bereitstellen,
- unterschiedliche Vergütungsmodelle verwenden.

Eine direkte Verarbeitung einzelner Ladevorgänge wäre weder wirtschaftlich noch übersichtlich.

Deshalb werden sämtliche relevanten Gridware Usages zunächst zu Supplier Usage Data aggregiert.

Dadurch entsteht pro Lieferant und Abrechnungszeitraum ein kaufmännischer Datensatz, der anschließend als Grundlage für die Lieferantenabrechnung dient.

## 9.4 Rolle innerhalb der Systemarchitektur

Supplier Usage Data bildet die kaufmännische Verarbeitungsebene auf der Lieferantenseite.

Der Prozess lässt sich vereinfacht wie folgt darstellen:

```
Gridware Usage
        ↓
Supplier Usage Data
        ↓
Purchase Invoice
        ↓
Payment Entry
```

<div class="relative w-full mt-4 mb-1" id="bkmrk--2"><div class=""><div class="contents"><div class="relative"><div class="h-full min-h-0 min-w-0"><div class="h-full min-h-0 min-w-0"><div class="border border-token-border-light border-radius-3xl corner-superellipse/1.1 rounded-3xl"><div class="h-full w-full border-radius-3xl bg-(--code-block-surface) corner-superellipse/1.1 overflow-clip rounded-3xl [--code-block-surface:var(--bg-elevated-secondary)] dark:[--code-block-surface:var(--composer-surface-primary)] lxnfua_clipPathFallback"><div class="relative"></div></div></div></div></div><div class=""></div></div></div></div></div>Während Customer Usage Data zur Erstellung von Sales Invoices führt, bildet Supplier Usage Data die Grundlage für die Erstellung von Purchase Invoices.

## 9.5 Aggregationslogik

Die Aggregation erfolgt auf Basis der Gridware Usages.

Hierbei werden sämtliche Ladevorgänge eines Lieferanten innerhalb einer Billing Period zusammengeführt.

Die Zusammenfassung erfolgt unter anderem anhand folgender Kriterien:

- Supplier
- Billing Period
- Contract
- Contract Type
- Company
- Is Reimbursement

Dadurch entsteht ein zentraler Abrechnungsdatensatz für den jeweiligen Lieferanten.

## 9.6 Aufbau des Supplier Usage Data Doctypes

Der Supplier Usage Data Doctype enthält sämtliche Informationen, die für die spätere Lieferantenabrechnung benötigt werden.

<table class="sand-dj266r sand-at24cr sand-1mwwwfo sand-1gojbwh" id="bkmrk-bereich-inhalt-heade"><thead class="sand-dj266r sand-at24cr"><tr class="sand-dj266r sand-at24cr"><th class="sand-dj266r sand-at24cr sand-so031l sand-1q0q8m5 sand-17fyfba sand-1yc453h sand-16dsc37 sand-1lqmthn sand-1m31zm8 sand-1rhlpx6 sand-1wd3ewq">Bereich</th><th class="sand-dj266r sand-at24cr sand-so031l sand-1q0q8m5 sand-17fyfba sand-1yc453h sand-16dsc37 sand-1lqmthn sand-1m31zm8 sand-1rhlpx6 sand-1wd3ewq">Inhalt</th></tr></thead><tbody class="sand-dj266r sand-at24cr"><tr class="sand-dj266r sand-at24cr"><td class="sand-dj266r sand-at24cr sand-so031l sand-1q0q8m5 sand-17fyfba sand-1yc453h sand-16dsc37 sand-19aaqeu sand-1lqmthn sand-1m31zm8">Header</td><td class="sand-dj266r sand-at24cr sand-so031l sand-1q0q8m5 sand-17fyfba sand-1yc453h sand-16dsc37 sand-19aaqeu sand-1lqmthn sand-1m31zm8"><span class="sand-dj266r sand-at24cr sand-xzm5a7">Supplier</span>, <span class="sand-dj266r sand-at24cr sand-xzm5a7">Billing Period</span>, <span class="sand-dj266r sand-at24cr sand-xzm5a7">Company</span>, <span class="sand-dj266r sand-at24cr sand-xzm5a7">Is Reimbursement</span></td></tr><tr class="sand-dj266r sand-at24cr"><td class="sand-dj266r sand-at24cr sand-so031l sand-1q0q8m5 sand-17fyfba sand-1yc453h sand-16dsc37 sand-19aaqeu sand-1lqmthn sand-1m31zm8">Usage Details</td><td class="sand-dj266r sand-at24cr sand-so031l sand-1q0q8m5 sand-17fyfba sand-1yc453h sand-16dsc37 sand-19aaqeu sand-1lqmthn sand-1m31zm8">Vertragstyp, Artikel, kWh, Preise, <span class="sand-dj266r sand-at24cr sand-xzm5a7">Gridware Usage ID</span></td></tr><tr class="sand-dj266r sand-at24cr"><td class="sand-dj266r sand-at24cr sand-so031l sand-1q0q8m5 sand-17fyfba sand-1yc453h sand-16dsc37 sand-19aaqeu sand-1lqmthn sand-1m31zm8">Totals / Cost Breakdown</td><td class="sand-dj266r sand-at24cr sand-so031l sand-1q0q8m5 sand-17fyfba sand-1yc453h sand-16dsc37 sand-19aaqeu sand-1lqmthn sand-1m31zm8">analog CUD</td></tr><tr class="sand-dj266r sand-at24cr"><td class="sand-dj266r sand-at24cr sand-so031l sand-1q0q8m5 sand-17fyfba sand-1yc453h sand-16dsc37 sand-19aaqeu sand-1lqmthn sand-1m31zm8">Status</td><td class="sand-dj266r sand-at24cr sand-so031l sand-1q0q8m5 sand-17fyfba sand-1yc453h sand-16dsc37 sand-19aaqeu sand-1lqmthn sand-1m31zm8">siehe 9.7</td></tr><tr class="sand-dj266r sand-at24cr"><td class="sand-dj266r sand-at24cr sand-17fyfba sand-1yc453h sand-16dsc37 sand-19aaqeu sand-1lqmthn sand-1m31zm8 sand-1qhh985 sand-1sy0etr">Verknüpfung</td><td class="sand-dj266r sand-at24cr sand-17fyfba sand-1yc453h sand-16dsc37 sand-19aaqeu sand-1lqmthn sand-1m31zm8 sand-1qhh985 sand-1sy0etr">Purchase Invoice</td></tr></tbody></table>

## 9.7 Status

Während seiner Verarbeitung durchläuft ein Supplier Usage Data Datensatz verschiedene Bearbeitungsstufen.

Ein möglicher Ablauf ist:

Uninvoiced  
 ↓  
Draft Invoice  
 ↓  
Invoiced

Zusätzlich: <span class="sand-dj266r sand-at24cr sand-xzm5a7">Cancelled Invoice</span>.

Die tatsächlichen Status richten sich nach der implementierten Prozesslogik.

## 9.8 Aktueller Entwicklungsstand

Die Lieferantenabrechnung befindet sich derzeit im Ausbau und wird parallel zur Kundenabrechnung weiterentwickelt.

Ziel ist es, den Prozess vollständig zu automatisieren und denselben Automatisierungsgrad wie bei der Kundenabrechnung zu erreichen.

Hierzu gehören insbesondere:

- automatische Erstellung von Supplier Usage Data,
- automatische Erstellung der Purchase Invoices,
- Integration in den monatlichen Abrechnungsprozess,
- vollständige Nachvollziehbarkeit der zugrunde liegenden Gridware Usages.

## 9. 9 Besonderheiten

Die Lieferantenabrechnung muss verschiedene Vertragsmodelle und Betreiberstrukturen berücksichtigen.

Insbesondere sind folgende Aspekte relevant:

- Ein Vertrag besitzt genau einen Contract Giver beziehungsweise Supplier.
- Mehrere Kunden können demselben Lieferanten zugeordnet sein.
- Die Vergütung richtet sich nach den im Gridware Contract definierten Bedingungen.
- Die Lieferantenabrechnung ist unabhängig von der Kundenabrechnung, basiert jedoch auf denselben technischen Ladevorgängen.
- Offene Purchase Invoices können über <span class="sand-dj266r sand-at24cr sand-xzm5a7">SEPA Credit Transfer</span> gesammelt werden
- Alte <span class="sand-dj266r sand-at24cr sand-xzm5a7">BCH Gutschrift</span> auf Sales Invoice: Storno einer Gutschrift erzeugt in ERPNext keinen eigenen Stornobeleg – daher der Wechsel auf Purchase Invoice

## 9.11 Zusammenfassung

Supplier Usage Data bildet das Gegenstück zur Customer Usage Data.

Während Customer Usage Data die Grundlage für die Kundenrechnung darstellt, bündelt Supplier Usage Data die abrechnungsrelevanten Ladevorgänge eines Lieferanten und bereitet diese für die Erstellung der Purchase Invoice vor.

Gemeinsam bilden beide Doctypes die zentrale kaufmännische Verarbeitungsebene der ERPNext-Lösung und schaffen die Grundlage für eine transparente und nachvollziehbare Abrechnung zwischen Kunden, becharged und den Betreibern der Ladeinfrastruktur.