Kapitel 5 – Becharged Settings: Die zentrale Schaltstelle
Ziel dieses Kapitels
Die Becharged Settings enthältsind Mapping,die Druck,zentrale Schaltstelle der ERPNext-Lösung. Hier hinterlegen wir die Verbindung zu Gridware, die Zuordnung der Vertragstypen zu Artikeln, Druckformate, E-Mail, Hubject-KundeMail- und DATEV-Angaben sowie die Sync-Schaltflächen.Vorgaben für RFID-Kartenbestellungen.
Ohne gespeicherte Settings und eine gültige Authentifizierung laufen die Gridware-Aktionen nicht. Dieses Kapitel richtet sich an den operativen Betrieb: Welche Felder Sie pflegen, wann Sie welche Schaltfläche nutzen und woran Sie den Erfolg erkennen.
ÖffnenNach diesem Kapitel soll der Leser verstehen,
5.1 Überblick und Zugriff
Zweck
Die Settings verbinden die technischen Gridware-Daten mit den kaufmännischen Prozessen in ERPNext. Sie steuern unter anderem:
5.2 Aufbau der Seite
Die Seite gliedert sich in die folgenden Abschnitte (Reihenfolge wie im Formular):
Zusätzlich stehen oben am Formular Buttons bereit. Sie sind in Gruppen unterteilt:
Im Abschnitt RFID-Kartenbestellung liegt zusätzlich die Formularschaltfläche Vollständige Neusynchronisation.
5.3 Allgemeine Einstellungen
Der obere Bereich sammelt Firmen-, E-Mail- und Standardwerte, die später in Rechnungen, Stammdatenanlage und Hubject-Abrechnung greifen.
Fachlicher Hintergrund
Automatisch erzeugte Belege brauchen einen Ansprechpartner, eine Gesellschaft und – bei Hubject – einen zahlenden Kunden, weil Gridware dort oft keinen Endkunden liefert. E-Mails an DATEV dürfen den Kunden-E-Mail-Status nicht verfälschen.
Default User
Auf manuell erstellten Belegen kommt der Ansprechpartner vom angemeldeten Benutzer. Bei automatisch erzeugten Ausgangsrechnungen würde sonst der Administrator auf dem Druck erscheinen. Deshalb hinterlegen Sie Änderungen,hier eine fachliche Person (z. B. die Sachbearbeitung).
Default Hubject Roaming Customer
Beim Hubject-Roaming rechnet becharged nicht den Endkunden ab, sondern die zwischengeschaltete Instanz (Grid & Co.). Der Lieferant am Vertrag bleibt der CPO. Fehlt das Feld, bricht die Synchronisation mit der Meldung ab: Standard-Hubject-Roaming-Kunde ist in den Becharged-Einstellungen nicht festgelegt.
Wann pflegen?
Erfolg: Die Felder sind gespeichert. Hubject-Verträge synchronisieren ohne die obige Fehlermeldung. Automatische Rechnungen zeigen den hinterlegten Default User, nicht Administrator.
3a.4 Gridware-Integration
Dieser Abschnitt enthält die Zugangsdaten zur Gridware-API und den aktuellen Anmeldestatus.
Fachlicher Hintergrund
Sämtliche Vertrags-, Parteien- und Nutzungsabrufe laufen über diese Verbindung. Die Anmeldung erzeugt ein Sitzungstoken. Ist die Sitzung abgelaufen, müssen Sie sich erneut authentifizieren, bevor Sie AktionenVerträge auslösen.oder Nutzungen holen.
Schaltfläche Authentifizieren
Die Schaltfläche Authentifizieren verlangtprüft eindie gespeichertesgespeicherten Formular.Zugangsdaten gegen Gridware.
3a.5 Gridware-Importeinstellungen
Dieser Abschnitt Gridwaresteuert Importden Settingsälteren CSV-Weg (Consumption Data / Subscriptions), nicht den API-Abruf von Verträgen.
Wann setzen?
Den Haken Verbrauchsdaten importiert erst nach einem vollständigen, geprüften CSV-Import setzen. Zusammen mit dem Stichtag steuert er, ob verbrauchsabhängige Abonnements Rechnungen erzeugen dürfen.
Warnung: CSV-Import und rechnungsbereitAPI-Aggregation sind.nicht
Erfolg: Am Stichtag im(oder Monatab (1–31).
3a.6 Rechnungsdruck-Einstellungen
AbschnittHier Gridwarehinterlegen Integration
Abschnittdie InvoiceNutzungsanhänge Printerzeugt Settingswerden.
Die konkreten Formatnamen (z. B. BCH Rechnung, Customer Usage Detail BCH Rechnung, BCH Einkaufsrechnung) liegen in ERPNext als Druckformate vor. In den Settings wählen Sie die jeweils gültige Zuordnung.
Erfolg: Beim PDF-Download einer Kunden- oder Lieferantenrechnung erscheinen Rechnungskopf und der vorgesehene Nutzungsanhang mit dem hinterlegten Briefkopf.
3a.7 Konfiguration der Vertragsartzuordnung
Die Tabelle Vertragsartzuordnungen / Contract Type Mappings entscheidet, welcher Artikel auf der späteren Rechnung oder Lieferantenabrechnung erscheint.
Fachlicher Hintergrund
Jeder Gridware-Vertrag hat einen Contract Type und einen MwSt.-Satz. Die Abrechnungslogik sucht in dieser Tabelle die passende Zeile und setzt den Item Code. Die gültige Liste steht ausschließlich in den Settings, nicht in einer festen Dokumentationstabelle.
Tabelle Contract Type Item Mapping
USAGE_POSTPAID, USAGE_HUBJECT_CPO_ROAMING. Pflicht.
VAT Rate
MwSt.-Satz in Prozent (z. B. 19, nicht 1900 und nicht 0,19). Pflicht.
Item Code
ERPNext-Artikel. Pflicht.
Description / Beschreibung
Freie Erläuterung der Zeile.
Beispielzeilen (nur zur Orientierung – die produktive Liste pflegen Sie in den Settings):
Wann pflegen?
AbschnittOhne Contractpassende TypeZeile Mappingkann Configurationdie Aggregation keinen Artikel setzen. Prüfen Sie nach dem Speichern, dass jeder benötigte Vertragstyp und der zugehörige MwSt.-Satz eine Zeile hat.
Erfolg:
Abschnitt RFID Card Order /
3a.8 RFID-Kartenbestellung
Dieser Abschnitt steuert Preis und Synchronisation der Ladekartenaufträge aus dem Kundenportal bzw. aus Gridware.
Im Formular steht der Hinweis: Die vollständige Neusynchronisation holt jede Gridware-RFID-Kartenbestellung neu, ignoriert das Wasserzeichen und setzt bei Erfolg Wasserzeichen und „Letzte vollständige Neusynchronisation“ auf jetzt. Für den Alltag ist die Schaltfläche Bestellungen synchronisieren in der Liste Gridware RFID Card Order vorgesehen.
Warnung: Full Resync nur zur Reparatur
Vollständige Neusynchronisation ist aufwendig. Sie ist nur gedacht für:
E-Mail
Schaltflächensynchronisieren in Bechargedder SettingsListe (echteder Namen)
RFID-Aufträge bzw. über den täglichen Hintergrundjob.
Erfolg im Alltag: Neue Portalbestellungen erscheinen als Gridware RFID Card Order, der Preis entspricht den Settings, ein Sales Order im Entwurf entsteht. Last Sync Attempt bewegt sich täglich.
3a.9 Schaltflächen – Gridware Vertragsaktionen
Die Oberflächefolgenden zeigtSchaltflächen diestehen deutschein Übersetzung,der wennGruppe vorhanden.Gridware Vertragsaktionen.
3a.9.1 Verträge abrufen
Was passiert: Es werden alle verfügbaren Gridware-Verträge geladen. Der Vorgang kann lange dauern und lässt sich nicht ohne Weiteres rückgängig machen.
GruppeWann: Erstmaliger Vollabzug oder bewusster Nachzug aller Verträge – nicht als tägliche Routine. Einzelne Verträge holen Sie mit GridwareVertrag Vertragsaktionennach ID abrufen.
Schritt für Schritt
Erfolg: Hintergrundjob läuft durch. In Gridware Contract erscheinen bzw. aktualisieren sich die Verträge. Anschließend können Parteien und Nutzungen nachgezogen werden.
3a.9.2 Vertrag nach ID abrufen
Was passiert: Ein einzelner Vertrag wird anhand der numerischen Gridware-Vertrags-ID geholt. Danach läuft der bekannte Synchronisationsprozess für diesen Vertrag (Parteien, Customer/Supplier, zugehörige Nutzungen).
Wann: Nachanlage eines einzelnen Vertrags in Gridware, Nacharbeit, Tests.
Schritt für Schritt
Erfolg: Ein Gridware Contract ID (Namenskreis GWC-…) existiert, Felder wie Vertragsnummer und Vertragstyp sind gefüllt. Über Alle Vertragsparteien verknüpfen können fehlende Customer-/Supplier-Links nachgezogen werden.
3a.9.3 Alle Vertragsparteien verknüpfen
Was passiert: Für alle Gridware Contracts, bei denen Supplier oder Customer noch fehlen, werden die Verknüpfungen zu Gridware Party, Customer und Supplier nachgezogen.
Wann: Nach einem Vertragsabruf, wenn an Verträgen noch Lücken in älterenden Texten:Parteifeldern „Fetchstehen. ContractDerselbe byVorgang ID“)läuft zusätzlich täglich automatisch.
Schritt für Schritt
- Alle Vertragsparteien verknüpfen.
Erfolg: Am Vertrag sind Supplier und die Customer-Zeilen gesetzt. Gridware Parties mit Customer bzw. Supplier sind über die Connections erreichbar.
3a.10 Schaltflächen – Nutzungsaggregation
3a.10.1 Nutzungsdaten aggregieren
Gruppe Customer UsageKunden-Nutzung
Was passiert: Aus vollständigen Gridware Usages entstehen Customer Usage Data-Sätze je Kunde und Abrechnungszeitraum.
Wann: Nachdem Usages den Status Complete haben und bevor Kundenrechnungen erzeugt werden. Pending-Usages blockieren die Aggregation.
Schritt für Schritt
Erfolg: Es existieren Customer-Usage-Data-Sätze im Status Uninvoiced, Details sind gefüllt, Item Codes stammen aus der Vertragsartzuordnung.
3a.10.2 Lieferanten-Nutzungsdaten aggregieren
Gruppe Lieferanten-Nutzung. Dialog analog, Filter Lieferant statt Kunde.
Was passiert: Aus denselben Usages entstehen Supplier Usage Data-Sätze je Lieferant und Zeitraum.
Wann: Vor der Lieferantenabrechnung / Gutschrift. Mapping und gesetzter Supplier am Vertrag müssen stimmen. Bei Hubject bleibt der CPO der Lieferant; der Kunde auf der Gegenseite ist der Standard-Hubject-Kunde.
Schritt für Schritt
- Lieferanten-Nutzungsdaten aggregieren.
Erfolg: (in älteren Texten: Button „Supplier Usage Data“).
3a.11 Abruf fehlgeschlagener/ausstehender Transaktionen wiederholen
Gruppe Gridware Nutzungsaktionen.
Was passiert: Der vorhandene Hintergrundjob für Failed und Pending Gridware Usages wird sofort angestoßen (derselbe Job, der täglich ohnehin läuft).
Wann: Wenn Usages auf Pending oder Failed stehen und die Aggregation deshalb blockiert. Nicht als Ersatz für eine fehlende Authentifizierung.
Schritt für Schritt
- Abruf fehlgeschlagener/ausstehender Transaktionen wiederholen.
DieErfolg: alteKeine SammelaktionPending-Usages mehr im relevanten Zeitraum. Danach Aggregation erneut starten.
3a.12 Tägliche Hintergrundjobs (ohne Klick)
Unabhängig von den Schaltflächen laufen täglich unter anderem:
active_until nachziehen.
Die Schaltflächen in den Settings sind der manuelle Weg, dieselben oder verwandte Vorgänge gezielt anzustoßen.
3.14 Steuerlogik und Druckformate
Am Artikel gibt es Tax Handling mit Standard Tax und Pass-through Item. Beim Einfügen in Angebot, Auftrag, Lieferschein, Rechnung oder Einkaufsbeleg setzt das System Steuerkategorie und Vorlage (#268, #269). Dienstwagen 0 %, sonst oft 19 %. Porto bleibt in der Regel 19 % (#210).
Diese Druckformat-Namen stehen so im System:
| Druckformat | Beleg |
|---|---|
| BCH Rechnung | Sales Invoice |
| Customer Usage Detail BCH Rechnung | Verbrauchsanhang Kundenrechnung |
| Data Consumption BCH Rechnung | Anhang aus Consumption Data |
| BCH Gutschrift | Sales Invoice (alte Gutschrift) |
| BCH Einkaufsrechnung | Purchase Invoice |
| Supplier Usage Detail BCH Einkaufsrechnung | Anhang Lieferantenbeleg |
| BCH Mahnung | Dunning |
| BCH Angebot | Quotation |
| BCH Verkaufsauftrag | Sales Order |
| BCH Lieferschein | Delivery Note |
| BCH Einkausauftrag | Purchase Order (Schreibweise so im System) |
| BCH Zahlungsaufforderung | Payment Request |
| BCH Abonnement | Subscription |
| Stornorechnung | Sales Invoice |
| EGT Rechnung / EGT Gutschrift | EGT-Belege |
| BCH THG Gutschrift | THG-Quote |
Tägliche Server-Images allein reichen nicht. Es gibt eine Nextcloud-Anbindung: Hinweis bei Fehler, Löschung nach 30 Tagen (#196, #197, #201, #279).